Die Scheidung hebt den Mahr nicht auf
Frage
Muʿin hat seiner Frau Raschida die Scheidung gegeben, weil sie ohne Burka (Verschleierung) aus seinem Haus gegangen war. Danach wurde Raschida mit einem anderen Mann verheiratet. Muss Muʿin Raschida den Mahr (Brautgabe) geben oder nicht, wo sie doch ohne Erlaubnis gegangen war?
Antwort
Wegen dieses Ungehorsams ist der Mahr nicht entfallen: Der Mahr von Raschida bleibt eine verbindliche (Wadschib) Schuld von Muʿin. Die zweite Nikah (der Ehevertrag) von Raschida ist, wenn sie nach Ablauf der Idda (Wartezeit) der Scheidung – drei Menstruationen – geschlossen wurde, gültig.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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