Zieht der Glaube an die Vorherbestimmung nicht Zwang (Dschabr) nach sich?
Frage
Bitte erläutern Sie ausführlich Sinn und Auslegung des edlen Hadith: [ar]لَا يَرُدُّ الْقَضَاءَ إِلَّا الدُّعَاءُ[/ar] „Nichts wendet die Bestimmung (Qada) ab außer dem Bittgebet (Dua).“ Der Geringste hat dies nach seinem mangelhaften Verständnis so aufgefasst, dass nichts außer dem Bittgebet die Vorherbestimmung abwenden kann. Kann also das Gegenteil dessen geschehen, was in der Vorherbestimmung niedergeschrieben ist?
Antwort
Nach Ansicht der Gelehrten der gründlichen Untersuchung (Ahl at-Tahqiq) ist der Sinn folgender: Die Bestimmung (Qada) ändert sich nicht; würde sie sich ändern, dann würde sie durch das Bittgebet geändert. Das heißt, es soll die Festigkeit der Bestimmung aufgezeigt und dem Verstand zugleich die Bedeutung des Bittgebets eingeprägt werden.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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