Wann ist der Bruch eines Versprechens ein Merkmal des Heuchlers?
Frage
Ein Mann bezeichnet sich als Gelehrter (Alim), trägt auch den Titel Sufi und Khalifa (Nachfolger eines Scheichs), ist ein wenig mit den Vorschriften über Gebet und Fasten vertraut und betätigt sich auch als spiritueller Lehrer, indem er Schüler annimmt. Er liest häufig folgenden Koranvers: [ar]وَأَمَّا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوا۟ وَعَمِلُوا۟ ٱلصَّـٰلِحَـٰتِ فَيُوَفِّيهِمْ أُجُورَهُمْ[/ar] „Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, denen wird Er ihren Lohn in vollem Maß entrichten“ (Sure Al Imran, 3:57).
Antwort
Wenn schon im Moment des Versprechens die Absicht bestand, das Versprechen nicht zu erfüllen, und das falsche Versprechen zur Täuschung gegeben wurde, dann ist eine solche Absicht eine Sünde und ein Merkmal des Heuchlers. In einer solchen Lage ist es falsch, einem solchen Menschen den Treueid (Baiʿa) zu leisten oder ihn sich zum Berater (Muslih) zu wählen.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
Vorschau. Der vollständige Text öffnet sich bei aktiviertem JavaScript.