Der Talaq eines Mannes mit gestörtem Verstand
Frage
Aischa wurde zu einer Zeit mit Khalid verheiratet, als über Khalid überhaupt nicht bekannt war, wie es um ihn geistig und seelisch bestellt ist. Doch nach der Eheschließung gingen Tag für Tag (?) vielfältige Nachrichten ein, und es stellte sich heraus, dass Khalid, nachdem er sein Haus, seinen Hof und sein Dorf verlassen hatte, ein Leben wie die Nomaden führte: Wie ein Wahnsinniger begann er, das Feld als seine Heimat und jede Wüste als seine Bleibe zu betrachten.
Antwort
Trotz dieser Umstände ist der endgültige (mughallaza) Talaq eingetreten, wenn Khalid den Sinn des Talaq verstand und den Talaq auf das Zureden der Leute hin ohne Gewalt und Zwang (Dschabr und Ikrah) geschrieben hat. Nun bleibt weder das Recht auf Rücknahme (Radschʿa) noch ist ein erneuter gültiger Nikah ohne Zwischenehe (Halala) möglich.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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