Rukuʿ statt der Sadschdat at-Tilawa
Frage
Wenn jemand „Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat“ (ٱقْرَأْ بِٱسْمِ رَبِّكَ ٱلَّذِى خَلَقَ – Sure „Al-ʿAlaq“, 96:1) im Fard-Gebet liest, das heißt in einem lauten (dschahri) Gebet, zum Beispiel dem Ischa-Gebet, oder in einem leisen (sirri) Gebet, zum Beispiel dem Zuhr-Gebet, und am Ende dieser Sure die Sadschdat at-Tilawa (Niederwerfung der Rezitation) nicht vollzieht – wird diese Niederwerfung dann durch die Sadschda des Gebets vollzogen?
Antwort
Wenn er am Ende dieser Sure die Niederwerfung nicht vollzogen, sondern den Rukuʿ vollzogen und in diesem Rukuʿ die Absicht der Sadschdat at-Tilawa gefasst hat, so ist dadurch die Sadschdat at-Tilawa vollzogen; hat er die Absicht nicht gefasst, so wird diese Sadschdat at-Tilawa durch die Sadschda des Gebets auch ohne Absicht vollzogen.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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