Die Bitte um Hilfe an Piran-e Pir (Scheich Abd al-Qadir al-Dschilani)
Frage
Eine Frau in den Geburtswehen spricht unwillkürlich immer wieder Worte der Istighatha (Anrufung um Hilfe) an irgendeinen Wali, zum Beispiel: „Ya Muhyi ad-Din!“ – wie lautet das Urteil (Hukm) darüber? Außerdem ist die Istighatha in dieser Gegend beim einfachen Volk weit verbreitet – zum Beispiel „Ya Ghauth al-Azam!“ –, doch kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass diejenigen, die das sagen, tatsächlich die Istighatha an diese Awliya im Sinn haben; wie lautet das Urteil in diesem Fall?
Antwort
Auch wenn man dazu greift, ohne Hazrat Muhyi ad-Din ﵋ für gegenwärtig und sehend (Hazir wa Nazir) und für einen, der Hilferufe erhört, zu halten, ist es der Form nach dennoch Schirk; deshalb ist es unbedingt nötig, davon umzukehren (Tauba) und es zu meiden. Besteht auch die entsprechende Überzeugung, dann ist der Schirk offenkundig, wie es in „Madschmaʿ al-Anhur“ heißt.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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