Lautes Rezitieren verdirbt das Gebet nicht
Frage
Es gibt einen Qasimi, der sein Studium abgeschlossen hat. In den lauten (dschahri) Gebeten rezitiert er die Qiraʾa so laut, dass die Stimme bis in den Raum außerhalb der Moschee dringt. Einige Leute erhoben Einspruch, und er rechtfertigte sich damit, dass das Herz beim leisen Lesen nicht berührt wird und dass außerdem die Befürchtung besteht, etwas zu vergessen. Entsteht dadurch im Gebet eine Karaha tanzihi (Missbilligung der Reinheit halber) oder eine Karaha tahrimi (verbotsnahe Missbilligung)?
Antwort
Dadurch wird das Gebet nicht makruh, doch besteht dafür auch keine Notwendigkeit, denn die Vorübergehenden sind verschieden: Der eine erweist Achtung, der andere nicht. Freilich: Wenn die Moschee irgendwo nahe an einer Straße liegt, wird die Stimme unweigerlich nach außen dringen, selbst wenn die Lautstärke mäßig ist.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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