Die Früchte eines widerrechtlich angeeigneten Baumes
Frage
Frage: Ein Baum gehört einem Mann. Ein anderer ließ dieses Land als sein bewirtschaftetes Ackerland eintragen; nach dem Gesetz der Regierung gehörte auch der Baum dem Bewirtschafter, und derjenige, der den Baum gepflanzt hat, ging völlig leer aus. Darf nun der Bewirtschafter, der sich das Land widerrechtlich angeeignet hat (Ghasib), den Baum oder die Früchte des Baumes nutzen (verzehren) oder nicht?
Antwort
Da dieses Land nicht diesem Bewirtschafter gehört, ist sowohl das Land widerrechtlich angeeignet (Ghasb) als auch der Baum; den Nutzen aus beidem zu ziehen ist unerlaubt. Durch unrechtmäßiges Vorgehen entsteht kein Eigentum.
Quelle: Fatawa Mahmudiyya
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